DIE BOTSCHAFT DES BILDES

Die Fotografie hat lange um ihren rechtmäßigen Platz im Kanon der Kunst kämpfen müssen. Lange war sie als rein technischer Prozess gebrandmarkt, der Fotograf auf seinen Zeigefinger auf dem Auslöser reduziert. Die dokumentarische Kraft der Fotografie bleibt weiterhin eine ihrer großen Errungenschaften, hält sie doch wie kein anderes Medium das was wahr ist und echt an der Welt fest. Auch dient sie als ein Fenster durch Zeit und Raum, entrückt den Betrachter in mehreren Dimensionen gleichzeitig von seiner Position, vielleicht sogar von seinem geistigen Standpunkt. So wohnt der Fotografie eine Macht inne, die kein anderes Medium in vergleichbarem Maße besitzt: die Macht uns zu verwandeln. Nicht umsonst glaubten manche Naturvölker, die Fotografie finge die Seele ein. Zu gewissem Maße erreicht sie das nämlich tatsächlich. Eine Fotografie überlebt häufig den Menschen, den sie abbildet. Oft „kennen“ wir unsere Vorfahren nur durch sie, ebenso weit entfernte Orte, gar andere Planeten. Und auch die Energie einer Landschaft, die Magie eines Moments kann auf Zelluloid gebannt werden. Diese Macht der Fotografie, die Botschaft des Bildes, möchten wir Ihnen räumlich und geistig näher bringen.

 

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